06.06.2008

Papst-Segen für die "Euro 08"

Vatikanstadt, 7.5.08 (kirche08.at) Papst-Segen für die "Euro 08": Benedikt XVI. brachte am Mittwoch bei der Generalaudienz auf dem römischen Petersplatz seinen Wunsch zum Ausdruck, dass die Fußball-Europameisterschaft ein friedlicher Wettkampf im Zeichen der Fairness und der Völkerverständigung wird.

 


 

Der neue österreichische "Sport-Bischof" Franz Lackner und Sport-Staatssekretär Reinhold Lopatka stellten dem Papst eine hochrangige Delegation des Österreichischen Fußballbundes (ÖFB) vor, der ÖFB-Präsident Friedrich Stickler, Vizepräsident Kurt Ehrenberger, ÖFB-Generalsekretär Alfred Ludwig und der Teamspieler Sebastian Prödl angehörten. Auch die beiden Koordinatoren des von den christlichen Kirchen gemeinsam getragenen Begleitprogramms zur Europameisterschaft ("Kirche 08") - Pastoralamtsleiter Michael Scharf (katholisch) und Pfarrer Marco Uschmann (evangelisch) - waren anwesend, ebenso der Wiener "Euro-Pfarrer" Christoph Pelczar.

 

Benedikt XVI. würdigte im Gespräch die Gemeinsamkeiten von Kirche und Sport; besonders ausführlich sprach er mit Sebastian Prödl, einem einstigen Ministranten. Die ÖFB-Vertreter überreichten dem Papst u.a.einen Fußball und eine Benediktus-Statue; Bischof Lackner übergab Benedikt XVI. einen kirchlichen Fan-Schal und "Euro-Pfarrer" Pelczar schenkte ihm das Erstexemplar seines neuen Buchs "Steilpass zum Menschsein". Staatssekretär Lopatka sagte nach der Generalaudienz im Gespräch mit Journalisten, die Begegnung mit dem Papst stelle für ihn den Höhepunkt der "Euro 08"-Vorbereitungen dar.

 

Nach der Generalaudienz trafen die österreichischen Gäste mit Kardinal-Staatssekretär Tarcisio Bertone zusammen, der ein großer Fußball-Fan ist. Auch der Kardinal brachte seine Hoffnung zum Ausdruck, dass die Fußball-EM in einer "friedlichen und freudvollen Atmosphäre" stattfinden und einen "Beitrag zur Einheit Europas"darstellen wird.

 

Die ÖFB-Delegation lud den Kardinal-Staatssekretär nach Wien zur EM ein. Halb im Scherz, halb im Ernst antwortete Bertone: "Wenn Italien ins Finale kommt, würde ich gern nach Wien fahren - aber andererseits muss ich jetzt in meiner Funktion als Kardinal-Staatssekretär universal denken." Bereits am Morgen hatte Bischof Lackner mit der österreichischen Delegation in der Kirche der österreichisch-deutschen Nationalstiftung Santa Maria dell'Anima einen Gottesdienst gefeiert.


Bischof Lackner sagte, das Gebet gelte dem großen sportlichen Ereignis, dass es für die vielen jungen Menschen zu einem echten Erlebnis wird und dass sich "die Begeisterung nicht in Gewalt verkehrt". Er erinnerte daran, dass die Kunst des Lebens und des Glaubens darin besteht, sich "voll einzusetzen", sich aber auch die "spielerische Freiheit" zu bewahren.

 

Gespräch über Kardinal Stickler

 

Stickler zeigte sich nach der Begegnung mit dem Papst beeindruckt."Das war ein sehr emotionaler Moment für mich. Ich war tief bewegt, denn ich habe den Papst noch nie so nahe gesehen", sagte Stickler. Er habe Benedikt XVI. um sein Gebet für eine gelungene EM ersucht.

 

Stickler sprach mit Benedikt XVI. nach eigenen Angaben auch über den im vergangenen Dezember verstorbenen ehemaligen Leiter der Vatikanischen Bibliothek, Kardinal Alfons Maria Stickler; er war ein entfernter Verwandter des ÖFB-Chefs: "Der Papst hat mir gesagt, dass er ein guter Freund von ihm war".

 

Prödl sagte, er habe dem Papst erzählt, dass er in der kommenden Saison als Innenverteidiger für "Werder Bremen" spielen werde. Benedikt XVI. habe dem Nationalteam für die EM "und mir für meine Zeit in Deutschland alles Gute gewünscht; aber er hat auch gesagt, dass ich meinem Vaterland trotzdem treu bleiben soll", so der Fußballer.

 

"Euro-Seelsorger" Pelczar, der aus Polen stammt, überreichte dem Papst unter anderem einen Schal des polnischen Fußball-Verbandes. Staatssekretär Lopatka überbrachte ein Augarten-Porzellanstück mit einem aufgemalten Fußball-Feld als Geschenk der österreichischen Bundesregierung.

 

Vor Beginn der rund 90-minütigen Audienz war der Papst in einem offenen Wagen durch die Reihen der jubelnden und applaudierenden Menschen gefahren. Mit dabei waren auch mehrere österreichische Pilgergruppen, u.a. aus dem ÖFB-EM-Aufenthaltsort Stegersbach.

 www.kirche08.at

14:45 Écrit par Père Walter dans DEUTSCH | Lien permanent | Commentaires (0) | Envoyer cette note | Tags : sport, euro 2008, football, autriche, suisse, vie de l eglise, evangelisation | |  del.icio.us | | Digg! Digg |  Facebook |

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